05/06 CHRISTIN NICHOLS im Stadtgarten, Köln

christin nichols

Christin Nichols hat hatte erste musikalische Erfolge in der Vor-Corona-Zeit. Mit Prada Meinhoff zog sie durch die Lande und verkaufte einen Sound irgendwo zwischen NDW und Electronica. Und wer die Band damals sah, der weiß: Christin ist eine raumfüllende Person. Rampensau und Bühnenderwisch.
Seit 2022 ist die Schauspielerin musikalisch solo unterwegs. Im April kommt das dritte, simpel nach ihr benannte Album der Deutsch-Britin und bietet elektronische Sounds, rockige Sounds, neudeutschwelliges und viel Gitarre.
Im Mai und Juni ist Christin in Deutschland unterwegs, z. B. im Kölner Stadtgarten.

stadtgarten.de
instagram.com/christin.nichols

Foto: Bella Lieberberg

26/05 SLY5thAVE im Yuca, Köln !!ABGESAGT!!

sly5thaveEr hat mit Prince gespielt. Muss man noch mehr sagen? Eigentlich nicht. Aber inzwischen hat Sylvester Uzoma Onyejiaka II soviel Erfolg mit seinem Projekt Sly5thAve, dass die Prince-Referenz zur netten Anekdote verkommt. Der Multi-Instrumentalist aus Los Angeles verwirklicht mit Sly5thAve sein Verständnis von Musik und führt in ungeanhnter Eleganz Jazz, Hip Hop und Soul zusammen. Das letzte Album "Liberation" ist ist ein fast kammermusikalischer Streifzug durch HipHop und Jazz, durch Soul und Funk. Funky basslines, krasse Gitarren, feiste Bläser und schmalzige Streicher.
Das alles auf einer Bühne in lebensgroß...sollte man sich nicht entgehen lassen.

clubbahnhofehrenfeld.de
sly5thave.com

25/04 LILA IKÉ im Junkyard, Dortmund

lila ike tourplakatSie ist unglaublich talentiert, sie wurde von Protoje gefördet, sie hat endlich ihren ersten Lonplayer draußen. "Treasure self love" ist das Album aus 2025, das nur manifestierte, was ein umfangreicher Output der Frau an großer Musik in den letzten Jahren ankündigte.
Die Reggaebubble hat lang gewartet. Doch nun ist vermutlich niemand darunter, der das Warten bereut. Lila Iké ist mit dem Album auf dem Reggae-Olymp angekommen. Und das obwohl "Treasure self love" kein lupenreiner Reggae ist. Es ist eine coole Melange aus Reggae, Soul, R&B, vielleicht sogar auch aus Blues und Jazz.
Nun kommt die viel Gehypte für zwei Gigs nach Deutschland. Berlin und: Dortmund! Gemeinsam mit ihrem X Wurl Sound zaubert sie in den Junkyard eine jamaikanische Soundsystem-Show. Selbst wenn der ein oder andere bedauert, dass Lila nicht mit Band auftritt, müssen alle, die nur ein Fünckchen Reggae in sich tragen, am 25. April in Dortmund sein.

junkyard.ruhr
lilaikemusic.com

Am Ende geht's los

Zwischenzeitlich hört es sich an wie alte Soulklassiker, manchmal wie mondäner RnB, Coole-Jungs-Rap oder wie Musik aus einem vorbeifahrenden Benz, wenn der Druck vor dem Ton kommt. Beispielhaft für den Sound, den Wesley Joseph für sein Debütalbum "Forever ends someday" kreiert hat, steht der Track "If time could talk". Schwer tanzbare Sounds und Lyrics, die nahezu ohne Refrain auskommen, unterstützt von messerscharfem Rap. Alles begleitet von elektronischem Sound, der aus der Vergangenheit zu kommen scheint, als Pop und Electro sich begannen anzufreunden.
Für das neue Album hat sich Wesley offenbar vorgenommen, alternative Musik zu schaffen und das tatsächlich auch hinbekommen. Schließlich hat's auch drei Jahre gedauert, bis "Forever ends someday" fertig war. Die ersten beiden EPs von Joseph haben durchaus Aufmerksamkeit erregt und manch einer hätte daraufhin die Produktion eines Debütalbums beschleunigt. Schmieden solang das Eisen heiß ist. Nicht so der Mann aus den englischen Midwests.
in Ruhe entstand das erste Album und es macht den Eindruck, dass es sich gelohnt hat. 13 rundum extravagante Tracks, die auch visuell in den dazugehörigen Clips ansprechend umgesetzt werden. "Forever ends someday" erscheint am 10. April via Secretly Canadian.

wesley-joseph.com

Schöne Kunst

modhaIch glaube, es ist verdammt schwer schöne Musik zu machen. Eine gefährliche Gratwanderung zwischen Anspruch und Belanglosigkeit. Modha scheinen das aber in erstaunlicher Lässigkeit zu bewältigen.
Das Berliner Duo schwebt geradezu zwischen Jazz, Soul und Electro. Damit überraschten sie vor zwei Jahren auf ihrem Debüt "Through the cycle".
Jetzt schieben Dhanya Langer und Maximilian Scholl das zweite Album nach. Es heißt "At your pace" und erscheint morgen bei der sehr guten Berliner Adresse Sonar Kollektiv. Acht wahnsinnig schöne Tracks mit hervorragenden Gastbeiträgen (u.a. okcandice und Allysha Joy).
"At your pace" ist große Kunst, die man als solche durchdenken kann, aber auch mal ganz schnöde bei einer langweiligen Busfahrt genießen kann.

modha.bandcamp.com/music

Foto: Nils Hansen

Natürliches Schnäuzerhabitat

Seit selbst Moderatoren des Aktuellen Sportstudios im ZDF Schnäuzer tragen, hat die erst kürzlich auferstandene Coolness der Rotzbremse einen kleinen Tacken an Lässigkeit eingebüßt. Wer seinen Schnäuzer spazieren führen möchte, dorthin wo er sich zuhaus fühlt, sollte am 28. Mai ins Doornrosje nach Nijmegen fahren. Dort spielt an diesem Abend Another Taste. Die holländische Combo wird zu diesem Zeitpunkt das zweite Album veröffenlicht haben mit dem eindeutigen Titel "Another taste II".
Das Album kommt am 24. April via Space Grape und scheint den 70ern entflohen. Funk, Soul, Boogie in Überdosis bis die Discokugeln brennen. Feiern, trinken, tanzen. Der Opener "Party life" oder "Run into love" sind ein zwingendes Erfordernis für eure nächste Hausparty.
Für den 24. April also Boxen entstauben, schön frisieren unter der Nase und abfeiern!

another-taste.com/